3M VHB-Klebebänder in der Automobilindustrie – das Ende der Ära von Schrauben, Nieten und Schweißnähten
Die Automobilindustrie sucht seit Jahren nach Verbindungsmethoden, die leichter, schneller und langlebiger sind als herkömmliche mechanische Verbindungen. Jede Schraube, jeder Niet und jeder Schweißpunkt bedeutet zusätzliches Gewicht, Korrosionsrisiko und eine Spannungskonzentration, an der es mit der Zeit zu Ermüdungsschäden kommt. 3M VHB-Klebebänder bieten eine Lösung für diese Herausforderungen und ermöglichen eine strukturelle Verbindung, die die Belastungen gleichmäßig über die gesamte Fuge verteilt.
Das Geheimnis liegt im viskoelastischen Kern aus geschlossenzelligem Acrylschaum. Anstatt Kräfte punktuell zu übertragen, absorbiert das Band dynamische und statische Spannungen und verteilt sie über die gesamte Klebefläche. Dadurch bleibt die Verbindung elastisch, gleicht Unterschiede in der Wärmeausdehnung der verbundenen Materialien aus und dämpft Vibrationen, die im Fahrzeug zu den Hauptursachen für Materialermüdung zählen.
Aus Sicht des Konstrukteurs ist Vorhersehbarkeit entscheidend. Das 3M VHB-Band erreicht bereits 20 Minuten nach dem Andrücken etwa 50 % der Zielfestigkeit, 90 % nach 24 Stunden und die vollen 100 % nach 72 Stunden. Der Prozess lässt sich durch Erhöhen der Anwendungstemperatur beschleunigen – bei 65 °C oder höher erreicht die Verbindung sehr schnell ihre maximale Festigkeit. Dies ist für Montagebetriebe wichtig, die unter strengen Taktvorgaben arbeiten.
Ebenso wichtig ist die Umweltbeständigkeit. Die Verbindung ist beständig gegen UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Temperaturwechsel und Lösungsmittel und dichtet die Verbindung gleichzeitig gegen äußere Einflüsse ab. In der Praxis bedeutet dies weniger galvanische Korrosion, keine Undichtigkeiten und eine ästhetische, unsichtbare Verbindung ohne hervorstehende Schraubenköpfe oder Schweißspuren.
Die Aufgabe von CVGS besteht darin, dieses Potenzial in eine fertige, reproduzierbare Produktionslösung umzusetzen. Als Verarbeiter von Klebebändern wählen wir die richtige 3M VHB-Produktfamilie für die Substrate und Belastungen der jeweiligen Baugruppe aus, schneiden daraus auf das Bauteil zugeschnittene Zuschnitte zu und liefern diese montagefertig. Der Kunde erhält nicht nur das Material, sondern auch einen bewährten Prozess – von den Mustern über die Validierung bis hin zur PPAP-Dokumentation.
Der Umstieg von mechanischen Verbindungen auf 3M VHB-Klebeband ist eine konstruktive Entscheidung, die sich in vielerlei Hinsicht auszahlt: geringeres Gewicht, kürzere Montagezeit, bessere Optik und längere Lebensdauer. In den folgenden Artikeln zeigen wir, wie sich diese Technologie in konkreten Anwendungen im Automobilbereich bewährt – von der Befestigung von Türgriffen bis zur Schalldämmung der Radkästen.
Der Vorteil des Klebebands zeigt sich auch in den Zahlen. Der Verzicht auf Schrauben und Nieten senkt das Fahrzeuggewicht, und da keine Bohr- und Schweißarbeiten erforderlich sind, verkürzt sich der Montagezyklus und die Anzahl der Lagerkomponenten wird reduziert. Ein geringeres Gewicht bedeutet wiederum einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch oder eine größere Reichweite bei Elektrofahrzeugen – deshalb passt das strukturelle Kleben so gut zu den aktuellen Trends im Leichtbau.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Materialflexibilität. Das Klebeband ermöglicht die Verbindung verschiedener Materialien ohne das Risiko von galvanischer Korrosion, was den Weg für Mischkonstruktionen aus Metall, Kunststoff und Glas ebnet. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Hersteller traditionelle Verbindungsmethoden zunehmend durch Lösungen auf Basis des 3M VHB-Klebebands ersetzen.
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